Will Gott, daß Sie ihr Geld haGalil spenden?

Es gibt nur wenige, die so intensiv, so penetrant um Geld betteln, wie das seit Jahren haGalil betreibt. Seit mehr als 7 Jahren wird behauptet, haGalil wäre auf „Notbetrieb“ gestellt, seit Jahren gibt es „dringende Spendenaufrufe“.

Allerdings wurde haGalil mit öffentlichen Fördermitteln finanziert. Für den Zeitraum eines einzigen Jahres gab es 100.000 DM. Verkängerungs-, Folge- und Neuförderanträge wurden allerdings – nach den Erfahrungen diesen eines Jahres – aus sachlichen, fachlichen und formalen Gründen stets von verschiedenen Stellen unabhängig voneinander stets abgelehnt. Auch die Reaktionen seitens haGalil konnten die Ministerien und Förderstellen nicht umstimmen. Trotz einer auf der eigenen Website künstlich erzeugten Drohkulisse – bis hin zur Veröffentlichung unliebsamer Beamter mit Namen und Potraitfoto – nahm die breite Öffentlichkeit – einschließlich der jüdischen Gemeinschaft – keine oder kaum Notiz von dem von vielen als peinlich empfundenen Gezeter.

Zwischenzeitlich hat haGalil seinen Druck auf die Leser um Spenden erhöht – was man kaum für möglich gehalten hatte. Bei der von einem Rechtsanwalt bearbeitete Serie „Ask the Rabbi“ heißt es wörtlich:

Herr Dr. Miller übt seine Arbeit im Rahmen von haGalil ehrenamtlich aus. Das ist für ihn eine Selbstverständlichkeit. Trotzdem würde er es begrüßen, wenn Sie unseren Spendenaufruf berücksichtigen könnten. Nach jüdischer Lehre ist die Spende für Bedürftige oder für einen guten Zweck eine Mizva, ein religiöses Gebot, das im Himmel als gute Tat berücksichtigt wird.

Während der Katastrophe des Jahrhunderterdbebens in Haiti gab es keinen einzigen Spenden- oder Hilfeaufruf für die Opfer auf den Seiten von haGalil, auch die israelischen Hilfsmannschaften, die fast übermenschliches leisteten in Haiti, warteten vergebens auf einen Aufruf zur Unterstützung ihrer Arbeit oder auch nur eine Würdigung ihrer Hilfsleistungen auf den Seiten von haGalil.

Es ist auch nicht ersichtlich, wofür haGalil eigentlich Geld braucht.Für Recherche, journalistische Arbeit oder Bildung kann es nicht sein. Über 90 Prozent der Nachrichten, die haGalil veröffentlicht, sind Zweit- oder Drittverwertungen, d.h. sie sind von anderen Medien übernommen worden, in der Regel kostenlos, da haGalil angeblich ein „ehrenamtliches Projekt“ sein soll. Artikel aus israelischen Zeitungen, ins Deutsche übersetzt, sind in der Regel dem Newsletter der israelischen Botschaft entnommen, der täglich solche übersetzten Artikel und Verlautbarungen der israelischen Regierung kostenlos (!) anbietet. Allerdings werden die Angebote aus dem Newsletter von haGalil nur sehr stark selektiert den Lesern zur Kenntnis gebracht. Da haGalil der israelischen Regierung schroff ablehnend und dem Staat Israel distanziert bis kritisch gegenübersteht, werden Meldungen, Nachrichten, Statements, die den eigenen ideologischen Richtlinien nicht entsprechen, zensiert.

Dennoch bleibt die Frage: Warum sollte man haGalil Geld spenden, wofür? Und: Warum fühltman sich bei dem zitierten Spendenbefehl so sehr an die Methoden religiöser und Psychosekten erinnert?

Quelle:

http://www.hagalil.com/judentum/rabbi/index.htm

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