haGalil und der organisierte Linksextremismus (I)

Gerne gibt sich haGalil ein „ausgewogenes“ und „demokratisches Image“, tatsächlich aber ist haGalil eng mit dem organisierten Linksextremismus nicht nur in Israel, sondern gerade auch in der Bundesrepublik Deutschland verbunden.

Beispiel 1: Max Brym

Max Brym gehört zum „Schreib-Kader“ von haGalil und darf auch schonmal als Vertreter von haGalil öffentlich auftreten. So etwa bei den Münchner „haGalil Soliwochen“, in deren Rahmen auch eine Podiumsdiskussion mit dem haGalil-Herausgeber David Gall und Vertretern vom Verfassungsschutz beobachteten linksextremistischen Organisationen. Brym´s Vortrag wurde wie folgt angekündigt:

Max Brym -Mitarbeiter von haGalil- wird in einem kurzen Einführungsreferat über die Arbeit von haGalil und den Stand der Auseinandersetzung informieren.

Quelle: http://www.ak-antisemitismus.de/postings/hagalil-soli-woche-veranstaltungen-in-munchen

Max Brym hat eine lange, steile Karriere im Hardcore-Linksextremismus hinter sich. Zunächst war er im stalinistischen Milieu unterwegs und durfte sogar in das damalige Mekka der Stalin-Fans, in das Albanien des Enver Hodcha, reisen und als Angehöriger eines exklusiven, handverlesenen Kaderkreises einem Vortrag des Gewaltherrschers Enver Hodcha über „Strategien“ lauschen. Irgendwann welchselte er zur härteste4n Konkurrenz der Stalinisten innerhalb des kommunistischen Bereichs, den Trotzkismus. Hier war er zunächst bei „Internationalen Marxisten“, dann war er Kader des „Revolutionär Sozialistischen Bundes“ (RSB), bevor er zur innertrotzkistischen Konkurrenzorganisation „Sozialistische Alternative“ (SAV) wechselte. Gemäß ihrer Ideologie strebt die SAV die Überwindung der bürgerlichen, parlamentarischen Demokratie und die Errichtung einer „sozialistischen Demokratie“, so bezeichnet die SAV die „Diktatur des Proletariats“, an. Schnell stieg Brym in der SAV auf und wurde sogar Mitglied des SAV-Bundesvorstandes, also Spitzenfunktio9när auf Bundesebene.

2008 kandidierte der SAV-Bundesvorständler und haGalil-Mitarbeiter für die PDS-Nachfolgepartei „Die Linke“ bei den bayerischen Landtagswahlen. Auf der Website Abgeordnetenwatch.de wurde er gefragt:

Sehr geehrter Herr Brym,

die kommunistische Internetzeitung „Kommunisten-online.de“ schreibt unter dem Artikel „Trotzkistisches Verwirrspiel“:
„Brym … ist ein wichtiger Mann in der SAV in Bayern …“.

Laut Wikipedia versteht sich die Sozialistische Alternative (SAV) selbst als „revolutionäre, sozialistische Organisation in der Tradition von Marx, Engels, Lenin. Trotzki, Luxemburg und Liebknecht“. Zitat: „Sie steht für Gegenwehr, Solidarität und Sozialismus. … Sie agitiert gegen die bürgerlich-parlamentarische Ordnung und die Verfassung der Bundesrepublik Deutschland. … Vom deutschen Bundesamt für Verfassungsschutz wird die SAV als linksextremistisch eingestuft und beobachtet.“.

Was veranlasst Sie jetzt plötzlich, das von der SAV bekämpfte parlamentarische System zu nutzen und für den bayerischen Landtag zu kandidieren?

Haben Sie Ihrer Grundüberzeugung abgeschworen?

Seine Antwort:

ich bin ich Mitglied der SAV (Sozialistische Alternative) und Mitglied der Partei “ Die Linke“.  …. Die SAV kämpft für eine positive Überwindung des Kapitalismus, für eine sozialistische Demokratie,  …. Nur die „Linke“ steht gegen Hartz IV und die Agenda 2010 Politik, nur die „Linke“ fordert die Abschaffung der Rente mit 67 und ist für den sofortigen Abzug der Truppen aus Afghanistan. Die Debatte über den Mindestlohn kam nur wegen dem Wirken der „Linken“ zustande Deshalb bin ich Mitglied der Linken und will für diese Partei in das Parlament. Das Parlament betrachte ich als eine wichtige Tribüne

Quelle: http://www.abgeordnetenwatch.de/max_brym-120-16718.html#questions

Zuletzt durfte der Kommunist Brym im Oktober 2009 auf haGalil einen von vielen als antisemitischen Hetzartikel empfunden Text gegen Israel und die israelische Regierung publizieren:

http://www.hagalil.com/archiv/2009/10/06/kosova/

Brym ist indes nur die „Spitze des linksextremistischen Eisberges“ bei haGalil – weswegen dieser Serie leider in den nächsten Tagen fortgesetzt werden muss.

In einem aktuellen auf haGalil veröffentlichten Artikel wird sich darüber erregt, das es Überlegungen gibt, Organisationen, die mit Steuergeldern gegen Rechtsextremismus aktiv sindm dahin gehend überprüfen zu lassen, das es sich hierbei um demokratische Organisationen handelt und nicht um linksextremistische Organisationen, die die Steuergelder für den Kampf gegen Rechtsextremismus in Wahrheit zum Kampf gegen die demokratische Grundordnung mißbrauchen. Das man sich bei haGalil hierrüber erregt, ist mehr als verständlich. Neben den sachlichen, fachlichen und formalen Gründen, die eine Förderung haGalils mit Steuergeldern unmöglich machen, könnten dann auch verfassungsrechtliche Gründe hinzukommen, da sich die Frage aufdränkt, inwiefern haGalil dem Linksextremismus zumindest tendenziell zuzurechnen ist.

Anzumerken ist: Die SAV unterstützt immer wieder anti-israelische Demonstrationen, die aus dem Umfeld von Hamas- und Hizbullah-Anhängern organisiert werden und bei denen Parolen wie „Tod, Tod, Israel“ und „Juden raus“ gerufen werden.

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2 Antworten to “haGalil und der organisierte Linksextremismus (I)”

  1. haGalil: Kommunist hetzt gegen Israel und verharmlost Antisemitismus « haGalil Watch Says:

    […] https://hagalilwatch.wordpress.com/2010/02/09/hagalil-und-der-organisierte-linksextremismus-i/ […]

    • hagalilwatch Says:

      Haollo Herr Pfeiffer, wir haben ihre kritischen Anmerkungen aufmerksam gelesen und sind tatsächlich einer Fehlinformation aufgesessen bezüglich des DÖW, weswegen wir den Artikel entsprechend überarbeitet haben.
      Bezüglich der KPÖ halten wir aber an unserer Kritik fest. Sicherlich ist es zutreffend, das die KPÖ der Unabhängigkeitserklärung Österreichs zugestimmt hat, so wie auch die KPD dem Grundgesetz zugestimmt hat. Aber dennoch: Sowohl die KPD, als auch die KPÖ lehnten, bzw. lehnen die demokratische Gesellschaft ab. Da behaupten nicht wir, das sagen KPD und KPÖ selber: Beide bekennen sich zum Marxismus-Lenninismus als ideologische Grundlage und erklären öffentlich, das sie die bestehende Gesellschaftsordnung „üverwinden“ (also zerschlagen) wollen und durch eine „Diktatur des Proletariats“ ersetzen wollen. Die KPÖ ist eine verfassungsfeindliche Partei.

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