Alles „ganz Rechte“ … außer Mutti natürlich

Am 15. 2. 2010 veröffentlicht haGalil einen Artikel unter der Überschrift

Israels neue Aussenpolitik: Auferstehung und Revision

Wie bereits öfters geschehen bei haGalil, wird eine Banalität,  wie sie in allen demokratischen Ländern öfters vorkommen, zu einem „Skandal“ stilisiert. Nicht wegen des Vorgangs. Sondern weil der Außenminister eben Lieberman heisst und dieser für Linke und Linksextremisten ein rotes Tuch ist. Ein Angestellter des Außenministeriums hat gekündigt, weil er mit der Politik des Amtschefs nicht einverstanden ist. Nichts aussergewöhnliches.
Interessant und zugleich bezeichnend ist aber folgender Satz in diesem Artikel:

… wie die derzeitige Amtsführung Israel weltweit schweren Schaden zufügt. Und dies unter dem Beifall einer Horde fanatischer Rechtsaußen, die weltweit vorgeben Israel zu repräsentieren und jeden der ihnen nicht beipflichtet angreifen.

Irgendwie fehlt nur noch der Buchtipp „Die Israel-Lobby“ als I-Tüpfelchen. Aber es ist eine bekannte Methode, mit dem Kampfbegriff „Rechts“ und „Horden“ Menschen mit einer anderen Meinung zu diskreditieren. Dabei scheint man auch anderen vorzuwerfen, was bei einem selber anzutreffen ist: Der Hang, sich selber als „die jüdische Stimme“ darzustellen. Das dies mit der Realität nichts zu tun hat, zeigte nicht nur der Ausgang der Knesset-Wahlen vor einem Jahr, sondern auch sämtlöiche aktuellen Meinungsumfragen, die durchgängige hohe Zuspruchswerte für die „rechte“ Regierung ausweisen. Interessant auch: Zu dem Text liefert haGalil weder eine Quellenangabe, von wem der Text übernommen wurde, noch Angaben zum Autoren des Textes. Das man bei haGalil unversöhnlich auf jeden reagiert, der nicht dem eigenen Weltbild entspricht, mussten in der Vergangenheit bereits der jüdisch-christliche Bildungsverein Tacheles reden! und die Organisatoren des Israel-Tages in Deutschland erfahren.

Und man will auch nicht den Unmut darüber verbergen, das Israels Außenminister der Bekmäpfung des Antisemitismus ein besonderes Gewicht gibt:

Er ist stolz darauf an den Errungenschaften Liebermanns teilhaben zu dürfen: Israel ist Mitglied der OECD, hält gemeinsame Regierungssitzungen mit Frau Merkel, konnte neue Vertretungen eröffnen. Liebermann wurde überall freundlich empfangen. Und Liebermann wird den Kampf gegen den neuen Antisemitismus anführen. Kritik, so Ayalon ist nicht angebracht: “Außenpolitik ist nach Ergebnissen zu messen. Die Politik der ‘Null-Toleranz’ für Antisemitismus und die De-Legitimation Israels, beweist sich bereits. Wir haben ganz neue Stoßrichtungen, neue Prioritäten und neue Verbündete. Diese neuen Koalitionen sind eine langfristige Investition, die sich schon jetzt bewährt. Endlich gibt es in Jerusalem wieder Außenpolitik!“

Der ganze Artikel:

http://www.hagalil.com/archiv/2010/02/15/liebermann-6/

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