haGalil und das „Juden-Gen“

Der frühere Berliner Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) hat mit seinem Buch zu Integration und Muslime für Aufsehen gesorgt. Es ist keine Nachricht wert, daß das ultralinke „haGalil.com“ enstprechend Sarrazin angreift, zumal auch bürgerliche Politiker der Mitte heftige Kritik an Sarrazin üben.

Verstärkt wird das ganze durch absonderliche Thesen von einem „Gen, das alle Juden haben“, so Sarrazin am Wochenende. Für haGalil Ankaß von „Rassismus ohne Rassisten“ und „Neo-Sarrazinismus“ zu schreiben. Vor allem Ramona A,bs, selber SPD-Mitglied, tut sich hiervor. Auch das ist kein Wunder. Die in Heidelberg wohnende Ambs verfasst bei haGalil immerhin auch Artikel, in denen israelische Blogger in die Nähe von Goebbels gerückt werden, die israelische Regierung in die Nähe von Rechtsextremisten und Rassisten und andere jüdische Onlinemagazine schon mal als „rechter Rand“ denunziert werden. Ramona Ambs ist sozusagen die „Frau fürs Grobe“, manche witzeln auch: der Kettenhund – oder politisch Korrekt: Kettenhündin – der gagalils.

Nur: Die jetzigen Angriffe bezüglich der absurgen „Juden-Gen“-Thesen von Sarrazin sind für haGalil ein Schuß nach hinten, denn: Es ist haGalil selbst, das die „Juden-Gen“-These propagiert.

Bereits am 20.03.2008 schlagzeilte haGalil voller Inbrunst:

Herkunftsanalyse mittels DNA

haGalil formuliert in seinem rassentheoretischen Grundsatzartikel dann:

Sobald sich ein Volk, sei dies aus sozialen oder territorialen Gründen, abgrenzt, entwickeln sich genetische Merkmale, die für dieses Volk spezifisch sind. Als Beispiel kann man die Germanen nehmen, die zwar zur gleichen Zeit wie die Kelten lebten, aber sich mit diesen kaum vermischten, so dass beide Völker unterschiedliche DNA-Profile aufweisen und wir diese Unterschiede noch heute im unseren Genpool tragen. Da diese Mutationen von Generation zu Generation weitervererbt werden, kann die genetische Herkunft einer Person auch Jahrhunderte später noch untersucht werden.

Nach halachischem Recht ist jüdisch, wer von einer jüdischen Mutter geboren wurde oder zum Judentum konvertiert ist. Die enge Verbindung von Kultur, Tradition, Religion und Volkszugehörigkeit zeichnet das Judentum im Besonderen aus. Durch die sich wiederholenden Judenverfolgungen und –Verdrängungen entwickelte sich über die Jahrhunderte eine gewisse genetische Homogenität, die durch einen DNA-Test sichtbar wird. Aktuelle genetische Studien belegen, dass über 60-80% der Juden noch heute ein typisch jüdisches DNA-Profil aufweisen.

Es gibt bestimmte genetische Merkmale, die auf eine jüdische Herkunft hinweisen. Träger derselben oder ähnlicher genetischer Merkmale werden in Haplogruppen zusammengefasst. Die Zugehörigkeit zu bestimmten Haplogruppen kann auf eine jüdische Herkunft hinweisen. Ausserdem wird ein bestimmtes DNA-Profil „Cohen Modal-Haplotyp“ genannt, weil es vermehrt in der jüdischen Untergruppe der Cohanim vorkommt. Dieser Haplotyp weist deutlich auf eine jüdische Herkunft hin.

Am Ende der hagalil´schen Rassentheoirien gibt es dann den Tipp für den „Judentest“:

Die Firma iGENEA aus Zürich, bietet als Einzige in Europa Genealogietests an. Mit Hilfe dieser Tests können sowohl die mütterlichen, wie die väterlichen Wurzeln einer Person untersucht werden. Menschen, die auf der Suche nach ihren Vorfahren sind, können diese durch Herkunftstests bis 40 000 Jahre zurückverfolgen. Eine einfache Speichelprobe genügt, um die Abstammung des Probanden untersuchen zu können. Ein Genealogietest ist ab 105.- Euro erhältlich. Das Probeentnahmeset kann kostenlos bei www.igenea.com bestellt werden.

Und hier finden Sie den Artikel in voller Länge:

http://www.hagalil.com/01/de/index.php?itemid=2026

Da es durchaus nicht unüblich ist, das bei haGalil Leserkommentare und Artikel nachträglich manipuliert werden – auch um sie auf die Linie der kruden Ideologie des Herausgebers zu bringen – haben wir den Artikel von haGalil natürlich gesichert. Im übrigen: haGalil-Herausgeber Gall selber hat sich seinen jüdisch klingenden Vornamen David erst nachträglich zugelegt. Einen jüdischen Vornamen zu tragen ist nämlich vielleicht hilfreich, wenn man Fördergtelder in sechstelliger Höhe für eine recht simple Website beantragt und eifrig dabei ist, wenn es darum geht, die saftigen Weideflächen der staatlichen Förderung durch Steuergelder hemmungslos abgrasen zu wollen ;-).

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2 Antworten to “haGalil und das „Juden-Gen“”

  1. Joram Says:

    und in diesem Punkt hast Du recht!!!:
    „Da es durchaus nicht unüblich ist, das bei haGalil Leserkommentare und Artikel nachträglich manipuliert werden – auch um sie auf die Linie der kruden Ideologie des Herausgebers zu bringen…“
    Ich habe heute gesehen, dass nachträglich die Namen der User geändert wurden und die Kommentare „umgeschrieben“. Echte Gagalil.

  2. Sara Nurit Says:

    sowas machen die? ich bin echt erschüttert

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