Archive for the ‘Geldsachen’ Category

Antiisraelische Desinformation nach Art des Hauses

23. Januar 2011

Die israelische Knesset, das Parlement, hat einen parlamentarischen Untersuchungsausschuß beschlossen. Thema: Finanzierung von „NGO´s“ in Israel durch ausländische Finanzquellen. Ziel ist die Offenlegung der Finanzquellen von sogenannten „Nicht-Regierungsorganisationen“ in Israel – nicht mehr. Jetzt sagen Sie: Was ist daran bemerkenswert? Nichts. In Deutschland, in den USA, nahezu in jedem normalen Staat ist es selbstverständlich, das Vereine und insbesondere Vereine mit Gemeinnützigkeit jährlich in Rechenschaftsberichten ihre Finanzen und die Quellen ihrer Einnahmen offenlegen. Alle Parteien – egal ob on Parlamenten vertreten oder nicht – müssen beim Präsidenten des Bundestages jährliche Finanzberichte einreichen, die dann der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Jeder Bürger kann sich ungehindert die Finanzberichte aller Parteien im Detail ansehen. Spender müssen sogar ab einer bestimmten Höhe ihrer Spende namentlich in den Rechenschaftsberichten genannt werden, mit der genauen Summe ihrer Spende. Auch diese Information ist jedem Bürger zugänglich.

gaGalil macht daraus einen Skandal. Und das hat Gründe. Zum einen gab es beim haGalil e.V. selbst eine Buchprüfung durch das für Grünwald zuständige Finanzamt, da dem Finanzamt einiges merkwürdig vorkam. Zum anderen laufen in Israel linke Organisationen Sturm gegen Transparenz und Offenlegung – und das hat besondere Gründe. In den vergangenen Wochen ist einiges durch Medienrecherchen ans Tageslicht gekommen:

Die US-amerikanische Briefkastenorganisation „J Street“, deren deutschsprachiges Werbeplattform faktisch haGalil ist, wird nämlich nicht nur von einem US-amerikanischen Milliardär finanziert, der auch den Wahlkampf von Obama finanzierte, sondern auch von arabischen Quellen. Und wie die auflagenstärkste Tageszeitung Israels, die liberale YNet, dokumentierte, werden mehrere israelische „Friedensorganisationen“ direkt von Finanzquellen aus arabischen Staaten finanziert. Und dreimal dürfen Sie jetzt raten, wer in Deutschland deren faktisches Sprachrohr ist – richtig: haGalil.

Kein Wunder alsoo das den Machern des Machwerkes haGalil regelrecht der Schaum vor den Mündchen schäumt und brodelt. Eine Offenlegung der Finanzquellen könnte diese zum versiegen bringen – und wer weiß was das für Auswirkungen für Gall und Livnat hätten, die beide keiner klassischen Erwerbstätigkeit nachgehen und trotzdem recht gut leben. Bei haGalil erregte man sich – der ältere Herr Avneri, Führer der ultralinken NGO „Gush Shalom“  witterte gar tatsächlich den „Faschismus“ in Israel anbrechen. Und in einem anderen Artikel urakelte man bei haGalil schon von „Verfolgungen von Linken“.

haGalils Problem: Sie halten ihre Leser für dumm und vergeßlich. Zu viele Leser recherchierten nämlich selber und stellten sehr bald fest, das haGalil – mal wieder – die Unwahrheit verbreitet, plumpe Agitation, wie man sie in den AgitProp-Abteilungen kommunistischer Kaderschmieden nicht besser erlernen kann.

Zwar werden bei haGalil Kommentare zensiert – das geht soweit, das Kommentare auch inhaltlich verändert werden, ohne das die Änderungen kenntlich gemacht werden und so als vermeintliche Aussage des Kommentators erscheinen, aber diesmal schienen es zu viele zu sein. Einige wenige mußte man doch „durchlassen“.

Andrea Livnat, wohnhaft nähe Independentpark Tel Aviv

Andrea Livnat, wohnhaft nähe Independentpark Tel Aviv

Dafür wurde dann eben – auch nicht zum ersten Mal – der Artikel manipuliert. Am 15. Januar erscheint der Artikel unter der Überschrift „Wann wird es illegal, ein Linker ein Linker zu sein?“ Am 17. Januar wird dann die Überschrift umgeändert in „Achtung Satiere: Wann wird es illegal, in Israel ein Linker zu sein?“

Der (schein)heilige Gall mal wieder in seinem Element.

Hier der Link zum Artikel:

http://www.hagalil.com/archiv/2011/01/15/mc-carthy/

Allerdings ist der selbsteingebildete GröWaz („Größter Webmaster aller Zeiten“) halt doch nicht vollkommen ;-).

In ihrem haGalil-Blog verlinkt Eva Ehrlich (Ehefrau von David Gall, Mutter von Andrea Livnat und Vorsitzende des haGalil e.V.) den Artikel – mit der unmanipulierten Überschrift:

http://cc.hagalil.com/showthread.php/1509-Wann-wird-es-illegal-ein-Linker-in-Israel-zu-sein

Mal sehen, wann Gall in den Blog seiner Holgen hechelt, um die Überschrift umzuschreiben, damit´s wieder passt.

Advertisements

Geständnisse aus dem haGalil-Sumpf

25. Oktober 2010

Unser letzter Artikel befasste sich mit Mythos der Besucherzahlen bei haGalil. Schon länger war bekannt, das die Zahlen gefakt sind und sich auf den Server mit über einem Dutzend Domains, nicht aber auf haGalil als solches beziehen. Aber auch diese „geschönten Besucherzahlen“ befanden und befinden sich im freien Fall – und dieser freie Fall ist noch dramatischer als bislang bekannt war.

Die letzten seriösen Schätzungen gingen von etwa 7.000 Besuchern am Tag auf dem Server von haGalil pro Tag aus – vor zwei Jahren waren es 10.000, in Spitzenzeiten vor einigen Jahren rd. 15.000.

Doch jetzt hat eine haGalil-Aktivistin – ungewollt – gestanden: Der Einbruch setzt sich dramatisch fort, als haGalil-Aktivistin verbreitet sie die Zahl von knapp 5.100 Besuchern am Tag auf dem haGalil-Server!

 

 

Zwar ist die „Quelle“ der Statistik unseriös, da nicht bekannt und es auch nicht angegeben wird, wie ein externer Dienst die Besucherzahlen einer Website ermitteln will, allerdings ist davon auszugehen, das eine Aktivisten des haGalil-Milieus nicht zu niedrige Zahlen verbreitet, sondern eher geschönte Besucherzahlen – die angegebenen Besucherzahlen sind daher als Maximalwerte anzusehen und beziehen sich – wie ausgeführt und bei haGalil nicht sonderlich überraschend – auf das ganze Angebot an diversen Webdomains.

 

 

Will Gott, daß Sie ihr Geld haGalil spenden?

8. Februar 2010

Es gibt nur wenige, die so intensiv, so penetrant um Geld betteln, wie das seit Jahren haGalil betreibt. Seit mehr als 7 Jahren wird behauptet, haGalil wäre auf „Notbetrieb“ gestellt, seit Jahren gibt es „dringende Spendenaufrufe“.

Allerdings wurde haGalil mit öffentlichen Fördermitteln finanziert. Für den Zeitraum eines einzigen Jahres gab es 100.000 DM. Verkängerungs-, Folge- und Neuförderanträge wurden allerdings – nach den Erfahrungen diesen eines Jahres – aus sachlichen, fachlichen und formalen Gründen stets von verschiedenen Stellen unabhängig voneinander stets abgelehnt. Auch die Reaktionen seitens haGalil konnten die Ministerien und Förderstellen nicht umstimmen. Trotz einer auf der eigenen Website künstlich erzeugten Drohkulisse – bis hin zur Veröffentlichung unliebsamer Beamter mit Namen und Potraitfoto – nahm die breite Öffentlichkeit – einschließlich der jüdischen Gemeinschaft – keine oder kaum Notiz von dem von vielen als peinlich empfundenen Gezeter.

Zwischenzeitlich hat haGalil seinen Druck auf die Leser um Spenden erhöht – was man kaum für möglich gehalten hatte. Bei der von einem Rechtsanwalt bearbeitete Serie „Ask the Rabbi“ heißt es wörtlich:

Herr Dr. Miller übt seine Arbeit im Rahmen von haGalil ehrenamtlich aus. Das ist für ihn eine Selbstverständlichkeit. Trotzdem würde er es begrüßen, wenn Sie unseren Spendenaufruf berücksichtigen könnten. Nach jüdischer Lehre ist die Spende für Bedürftige oder für einen guten Zweck eine Mizva, ein religiöses Gebot, das im Himmel als gute Tat berücksichtigt wird.

Während der Katastrophe des Jahrhunderterdbebens in Haiti gab es keinen einzigen Spenden- oder Hilfeaufruf für die Opfer auf den Seiten von haGalil, auch die israelischen Hilfsmannschaften, die fast übermenschliches leisteten in Haiti, warteten vergebens auf einen Aufruf zur Unterstützung ihrer Arbeit oder auch nur eine Würdigung ihrer Hilfsleistungen auf den Seiten von haGalil.

Es ist auch nicht ersichtlich, wofür haGalil eigentlich Geld braucht.Für Recherche, journalistische Arbeit oder Bildung kann es nicht sein. Über 90 Prozent der Nachrichten, die haGalil veröffentlicht, sind Zweit- oder Drittverwertungen, d.h. sie sind von anderen Medien übernommen worden, in der Regel kostenlos, da haGalil angeblich ein „ehrenamtliches Projekt“ sein soll. Artikel aus israelischen Zeitungen, ins Deutsche übersetzt, sind in der Regel dem Newsletter der israelischen Botschaft entnommen, der täglich solche übersetzten Artikel und Verlautbarungen der israelischen Regierung kostenlos (!) anbietet. Allerdings werden die Angebote aus dem Newsletter von haGalil nur sehr stark selektiert den Lesern zur Kenntnis gebracht. Da haGalil der israelischen Regierung schroff ablehnend und dem Staat Israel distanziert bis kritisch gegenübersteht, werden Meldungen, Nachrichten, Statements, die den eigenen ideologischen Richtlinien nicht entsprechen, zensiert.

Dennoch bleibt die Frage: Warum sollte man haGalil Geld spenden, wofür? Und: Warum fühltman sich bei dem zitierten Spendenbefehl so sehr an die Methoden religiöser und Psychosekten erinnert?

Quelle:

http://www.hagalil.com/judentum/rabbi/index.htm